Kanarische Inseln

Kanarische Inseln Geschichte und Rezepte

Die Kanarischen Inseln, eine Inselgruppe im Atlantik gelegenen, nahe der Küste von Marokko. Sieben große Inseln (Gran Canaria, Lanzarote, Fuerteventura, Teneriffa, La Gomera, El Hierro und La Palma) und dazu weitere kleine Inseln wie Gracioso, Montaña, Alegranza, Roque del Oeste, Roque del Este und Lobos. Aufgeteilt in zwei Provinzen bilden diese Inseln zusammen die Autonome Region der Kanaren und diese gehören seit dem 15. Jahrhundert zu Spanien.

Kanarische Inseln Geschichte

Ehe die Portugiesen sich auf den Weg machten um Afrika herum den Seeweg nach Indien zu erkunden und Christoph Kolumbus sich im Auftrag der spanischen Krone versuchte ebenfalls China, Indien und die Reichtümer Asiens zu erreichen, wurden die Kanaren für das westlichste Stück Festland der Erde gehalten. Die Spanier nutzten die Inseln dann, um hier noch einmal Wasser und andere Vorräte aufzunehmen, ehe es zur Reise über das Meer ging.

Bis dahin blieb man auf den Kanaren aber eher unter sich. Und so entwickelte sich, ehe die Inseln erobert wurden, auch eine eigene Kultur. Eigene Töpferei, eigene Speisen. Bei der Nahrung war man natürlich auf die Tiere und Pflanzenarten angewiesen, die es auf den Inseln gab. Die Eroberungen fanden im 15. Jahrhundert statt. Bereits 1402 gelangten Normannen nach Lanzarote, Jean de Bethencourt und Gadifer de la Salle. Diese eroberten Lanzarote, Fuerteventura, El Hierro und La Gomera. Gran Canaria wurde dann 1477 unterworfen. Es folgte Palma (1492) und Teneriffa (1496). Damit war die Eroberung durch die Kanarischen Inseln auch abgeschlossen.

Bereits im Jahr 1492 legte Christoph Kolumbus das erste Mal einen Zwischenstopp auf den Inseln ein.

Spanische Küche? Rezepte aus allen Regionen

Ebenso wenig wie es eine deutsche Küche gibt (in Hamburg kocht man nun mal anders als in Bayern), gibt es eine spanische Küche. Am Meer wird anders gegessen als im Landesinneren und so haben auch die Kanarischen Inseln ihre eigenen Spezialitäten. Allerdings haben auf den Kanaren so manche Kultur ihre Spuren hinterlassen und so finden sich Speisen mit unterschiedlichen Ursprüngen. Portugal hat ebenso seine Spuren hinterlassen wie eben der Mahgreb und natürlich finden sich auch viele Elemente des spanischen Festlandes hier wieder. Dazu kommen natürlich die Rezepte der Rückkehrer aus der Neuen Welt. Diese brachten nicht nur Rezepte, sondern teilweise eben auch neue Zutaten mit.

Gofio ein typisches Gericht der Kanaren

Gofio ist ein typisches Gericht der Kanaren. Es kam früher vor allem in der ländlichen Küche auf den Tisch und wurde nicht mit Milch angerührt. Gofio ersetzte das Brot, das eher den Reichen vorbehalten blieb und Milch wurde genutzt, um Käse herzustellen. Käse hielt sich länger und konnte eben auch verkauft werden. Im ländlichen Raum kam eben Gofio in die Schüssel. Gofio war Bestandteil verschiedener Suppen und wurde mit Stockfisch ebenso gemischt wie mit verschiedenen Gemüsen. Die bürgerliche Küche war bereits üppiger.

Gofio kannten bereits die Ureinwohner

Die Ureinwohner der Kanaren ernährten sich vor allem von Gerste und Weizen. Sie kannten aber auch Kichererbsen und Erdnüssen und bereiteten auch aus diesen ein Mehl. Hergestellt wurde das Mehl aus gerösteten und auf bestimmte Art und Weise gemahlenen Getreide und genannt wird dieses Mehl bis heute Gofio. Gofio ist ein sehr verbreitetes Produkt und findet sich auf allen Inseln der Kanaren. Dennoch ist Gofio nicht auf allen Inseln gleich. So gibt es auch verschiedene Gofio-Arten. Zum Beispiel Gofio aus einer Mischung verschiedener Getreidekörner, zum Beispiel auch Mais (millo). So war es allerdings nicht den Guanchen bzw. Altkanariern bekannt, denn Mais kam aus der Neuen Welt auf die Kanarischen Inseln und nach Europa. Es gibt aber auch Gofio aus Süßlupinen (Hülsenfrüchte), die dazu in etwas Salzwasser gekocht werden.

Weitere Rezepte der Kanaren

Auf den Kanaren gibt es eine vielfältige Küche. Hier einige besonders leckere Rezepte.